Mittwoch, 16. Mai 2012

Mitchell Falls Wilderness Lodge - part 1

Seit Freitag bin ich wieder zurück von meinem "Arbeitseinsatz" im Busch. Aus den hunderten von Bildern konnte ich gar keine richtige Auswahl treffen, macht euch also auf eine Bilderflut gefasst ... !

Nachdem ich am Freitag Abend schon meine beiden Mitstreiter - Olivier und Job aus Frankreich - bei einem Cocktailabend kennengelernt hatte (ich hinter der Bar und die Jungs vorn im Service), lernten wir am Samstag morgen noch unseren neuen Arbeitgeber kennen. "Rocky" holte uns um 6 Uhr morgens am Hostel ab und brachte uns zum kleinen Lokal-Flughafen. Wir würden nicht ins Fitzroy Valley fliegen, wie es am Vortag geheißen hatte und das keiner von uns bei google finden konnte, sondern zu den Mitchell Falls. Ein Flug von zweieinhalb Stunden mit kurzem Zwischenhalt an der Drysdale River Station um dort noch Proviant aufzunehmen, das im Camp benötigt würde. Die Leute im Camp wären wohl ziemlich überarbeitet, weil die Zelte in der Regenzeit vom Fluß überschwemmt worden waren und das Saubermachen viel länger als geplant dauert. Und die ersten Gäste sollten heute kommen. Die Camp-Managerin Emma würde uns also schon freudig erwarten. Ui, dachte ich, eine überarbeitete Chefin - mmh, da sind meine Erfahrungen ja eigentlich nicht nur positiv. Zum Glück war alles andere viel zu aufregend, um sich von diesem Gedanken zu sehr beeindrucken zu lassen. Wir lernten Jack, unseren Piloten, kennen und sahen nun zum ersten Mal auch unser Flugzeug: Eine Cessna 210. Mit dicken Grinsern im Gesicht und riesig viel Vorfreude auf den Flug halfen wir, das Gepack zu verstauen und lauschten der Sicherheitseinführung. Job wollte gern vorn sitzen - dass war also auch geklärt. Und ob wir nun noch Fragen hätten? Ich ja: Ein Foto erlaubt? Klar! Posen, Klick, und rein in den Flieger. Und naja, was soll ich sagen, es war unglaublich. Im wahrsten Sinne. Wenn man über diese Landschaft fliegt, staunt man nur noch. Über die Natur, über die Einsamkeit dort, über die Vielfalt obwohl doch alles so gleich aussieht, über die Ebbe bei der sich das Wasser so wahnsinnig weit zurückzieht (der zweitgrößte Tidenhub der Welt) und die Stadt Derby so völlig in der Schlammwüste zurücklässt, über die "Zeichnungen" die die Natur in den Schlamm malt, über die vielen kleineren und größeren Waldbrände die die Ranger bewusst legen und meist auch unter Kontrolle haben, über die zahlreichen kleinen Flussläufe, über die Abgelegenheit der Drysdale River Station und am meisten über die Tatsache, dass man so ein verdammtes Glück hat und das alles erleben, sehen und bestaunen darf und keinen Pfennig dafür ausgeben muss - im Gegenteil! Lasst euch von ein paar Fotos mitnehmen auf die Reise zur Mitchell Falls Wilderness Lodge:

Since Friday I'm back from my workstay in the busch. I simply wasn't able to make a real choice out of the hundreds of photos I took, so be prepared to see heaps of them ... !

After already meeting my two coworkers - Olivier and Job from France - on Friday night at a cocktail party (me behind the bar and the two guys in the front service) we now also got to know our new employer on Saturday morning. "Rocky" picked us up at the hostel at 6 in the morning and drove us to the little local airport. We were not about to fly to the Fitzroy Valley - as we were told the day before and that none of us was able to find on google - but to the Mitchell Falls. A flight of two and a half hour with a short stop at the Drysdale River Station to pick up some store that was needed in the Camp. The people in the Camp apparently were quite exhausted due to a wetseason that has flooded the tents in a way that cleaning them took much longer than thought. And the first guests were about to arrive today. Emma, the manager of the camp, was awaiting us urgently. Ui, I thouhgt, an exhausted female boss - my experience with that hadn't always been positive so far. But luckyly everything else was far too exciting to be impressed by this thought for long. We met Jack, our pilot, and finally also saw our plane for the first time: A Cessna 210. With bright smiles on our faces and a lot of excitement in our hearts we helped loading the plane and listened to the security advises. Job wanted to sit in front - so this decision was also made. Any more questions? Yes, me! Would a picture be OK? Of course! Posing, Click, and hop into the plane. And well, what can I say. It was unbelievable. In its purest meaning. While flying over this landscape one cannot stop being amazed. About natur itself, about the loneliness there, about the diversity even though everything is looking so similar, about the low tide during which the water is drawing back so far away (the second big tidal range in the world) and is leaving the town Derby in the middle of a desert of mud, about the "pictures" nature is painting into the mud, about the many smaller and bigger fires that rangers are laying liberately and most of the time are having under controle, about the numberless small river, about the remoteness of the Drysdale River Station but most of all about beeing that lucky as to see, experience and marvel at all this without spending one cent - in contrast! Let a few pictures take you on the voyage to the Mitchell Falls Wilderness Lodge:


Mit Job und Olivier aufgeregt vor dem Flug.
With Job and Olivier excited right before the fligth.

Erster Blick auf Broome von oben.
First glance upon Broome from above.

Broomes Mangroven-Küste.
Broome's Mangrove Coast.

Kunst? :)
Art? :)

Ein Farm.
A farm.


Unser Pilot.
Our pilot.




Fliegen wir auch in die richtige Richtung? ;)
Do we really flight in the correct direction? ;)



Diese Kunst ist nur bei Ebbe zu sehen.
This art is only visible on low tide.




Links Derby, rechts der Hafen mit 2 Schiffen.
On the left Derby, on the right the port with 2 ships.


























Ankunft an der Drysdale River Station.
Arrival at the Drysdale River Station.






Das kleine Kabuff links ist übrigens ein Busch-Klo :D
By the way: The little coop on the left is a busch-toilet :D

Benzin-Nachschub.
Fresh supply of fuel.










Anflug auf unseren Ziel"flughafen".
Arrival to our targeted "airport".


Erster Blick auf eine Siedlung. Nicht unser Camp, sondern eine Aboriginal Community.
First glance on a settlement. Not our camp but an aboriginal community.

Da fährt schon unser Bus, der uns zum Camp bringen wird.
There is already our bus that will bring us to the camp.

Ziemlich rauchig da unten.
Pretty smoky down there.


Das ist übrigens unsere Landebahn ...
By the way: this is our airstrip ...

Noch ein kleiner Schlenker ...
Another little circle ...

... und schon sind wir unten.
... and down we are.

Hier war schon ein bisschen mehr los, als an der Drysdale River Station.
There was much more traffic than at Drysdale River Station.

Und das Feuer schien außer uns niemanden zu beunruhigen.
And the fire didn't seem to bother anyone else than us.


Kommentare:

  1. Ich muss schon sagen, für Deine Verhältnisse war der Text heute ziemlich kurz :-)
    Schön, mal wieder was im Blog zu finden!
    Liebe Grüße,
    Schmidti

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  2. Meine liebe Marina,
    wow wow wow, das klingt sooo toll!!
    iese Blicke von oben, fast wie für die National Geografic ... nur ein bisschen Photoshop hier und da.
    Und diese Farm schaut ja auch richtig nett aus, so richtig back to the roots *hm* So was hab ich mir in Indien auch mal angeschaut und fand ich eine tolle Idee.
    Wünsch Dir alles Glück* und wünsche Dir weiterhin tolle und faszinierende Erfahrungen!

    Claudia

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